Schande, Schändung

Etymologisch stammt Schande aus der gleichen Wurzel wie Scham. Beide hängen mit der Geschlechtlichkeit zusammen. Geschlecht bedeutet so viel wie in eine bestimmte Richtung unwillkürlich ausschlagen, von einer bestimmten Art sein, die sich natürlich in eine bestimmte Richtung entwickelt. „Scham“ bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie Verbergung zum Schutz, deutet also eine notwendige innerliche Verteidigungslinie an, die nicht ohne wirkliche Liebe überschritten werden darf. Dafür gibt es die Institution der monogamen Ehe, vor der eigentlich keine Sexualität (schon gar nicht mit anderen Partnern) gestattet ist. Ansonsten findet die natürliche Entwicklung einen unwillkürlichen Abbruch. Nun ist die Ehe dafür selber nur ein Schutzrahmen. Für viele nur ideell ertragbar, für viele aber ungebrochen eine Notwendigkeit.

1. Das Kind als Opfer von sexueller Gewalt

„Schändung“ bedeutet jedenfalls, dass die natürliche Entwicklung der Art in eine bestimmte Richtung „Schaden“ erlitten hat, sodass diese Entwicklung über die Maßen gehemmt oder sogar vollkommen unmöglich gemacht worden ist. Viele – so wie ich auch – denken bezüglich Letzterem an einen „Teufelskreislauf“, der dadurch in Gang gesetzt worden ist. Die Geschändeten wollen ihre Schändung rückgängig machen, wollen an den Ort zurück, an dem ihr Wesen noch nicht Schaden genommen hatte. Aber da es diesen für sie nicht mehr erreichbar gibt, begehen sie das, was ihnen angetan wurde, an einem anderen Körper, der stellvertretend für ihren eigenen dasselbe durchleiden soll. Der Schaden hat sich also schon in ihrem Trieb niedergelegt. Unheilbar müssen sie das, was ihnen angetan worden ist, anderen antun. Es gibt nur wenige Lösungen, die alle damit verbunden sein müssen, dass diese Personen keine Opfer finden dürfen. Ein Beispiel, bei dem von „Schändung“ gesprochen werden muss, ist die Kindesschändung. In wie vielen Fällen Kinderschänder selber in ihrer Kindheit und Jugend Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind oder ob es epigenetische Schleifen gibt, die sich erst in der übernächsten Generation verhaltensmäßig offenbaren, wäre eine interessante Frage. Jedenfalls ist kaum anzunehmen, dass eine Kinderseele so etwas schadlos überstehen kann.

Die begriffliche Seite ist vielleicht nicht die wichtigste. Aber welcher Begriff bezeichnet einen Sachverhalt am besten? Verstehen können wir das zwar auch so. Aber was klingt mit und was können wir an Rauschen von Nebenkonnotationen vermeiden? Ich will darauf hinaus, dass z.B. der Begriff „Sexueller Missbrauch von Kindern“ ungenau ist. Denn gibt es einen richtigen sexuellen Gebrauch von Kindern? Die Frage klingt ketzerisch. Kinder besitzen überhaupt noch gar keine Sexualität. Deshalb können sie sie auch nicht „gebrauchen“. Sexueller Missbrauch kann also erst ab der Pubertät und dem Jugendalter stattfinden. Kindesvergewaltigung und Kindesschändung sind angemessenere Bezeichnungen für sexuelle Gewalt gegenüber Kindern.

„Kinderpornographie“ ist nun ein weiterer Begriff, der daraufhin befragt werden muss, ob mit ihm der betreffende Sachverhalt richtig beschrieben wird. „Pornographie“ bedeutet „Zeichnung einer Dirne“. Heute meint man mit pornographischen Filmen meist nicht nur Darstellungen von Nacktheit, sondern Filme mit aneinandergereihten Kopulationen. Meist lassen sich die Darsteller freiwillig darauf ein. Aus Spaß(?), Exhibitionismus, Verdienstinteresse oder Verdorbenheit sei dahingestellt. Dass Kinder keine Dirnen sind und durch sexuelle Gewalt auch nicht zu solchen werden, ist klar. Es wird also in dem Begriff „Kinderpornographie“ etwas Inkongruentes zusammengebracht. Erlaubterweise? Sollte man diesen Begriff nicht in die Tonne treten, wenn man mit „Filme mit sexueller Gewalt gegen Kinder, mit Kindesvergewaltigungen und Kindesschändungen“ den Sachverhalt doch eindeutig beschreiben kann? Mit dem Wort „Schändung“ wiederum wird auf einen beabsichtigten Abbruch einer natürlichen Entwickung (und den „Teufelskreislauf“) abgehoben. Es wird damit also mehr impliziert.

2. Die Jugendliche(/der Jugendliche) als Opfer sexueller Verführung

Wie schon gesagt, ist der christliche Idealzustand des gemeinsamen sexuellen Zusammenlebens die monogame Ehe. Damit kann die höchste gesellschaftliche Komplexität durch sich ergänzende genomische Dispositionen der Mitglieder der Gesellschaft, ihres biologischen Substrats erreicht werden. Die Pubertät ist eine Zeit des Sich-Findens, der noch nicht voll ausgeprägten Sexualidentität. Deshalb ist eine ausgelebte Sexualität in dieser Zeit keineswegs etwas „Normales“ und sollte es auch nicht sein. Sex mit einer Person, die noch keine ausgereifte Sexualität besitzt, also z.B. einer Jugendlichen von 15 Jahren kann als sexueller Missbrauch angesehen werden. Auch wenn dieser von einer gleichaltrigen Person ausgeht.

„Schändungen“ gibt es auch hier zur Genüge. Vielfach aber nicht durch Gewalt, sondern durch Einlassen auf sexuelle Beziehungen durch moralische Unreife. Nun haben wir hier einen Sachverhalt vor uns, der mit anderen gesellschaftlichen Feldern interagiert. Z.B. mit dem der Migration. „Sie wollen in unser Land und wollen unsere Frauen“. Vielleicht etwas platt ausgedrückt, aber als These durchaus nachforschbar. Dass Gruppen von „geflüchteten“ Jugendlichen oder Jugendlichen der 2./3./4 .Migrantengeneration aus dem muslimischen Kulturbereich(aber natürlich nicht ausschließlich) sich weibliche Opfer suchen bzw. dass einzelne von ihnen deutsche Mädchen bedrängen, an ihnen reißen, sie anspringen, sie herunterdrücken – das ist keine Seltenheit. Das ist kein Spiel, das ist die Vorform von sexueller Gewalt und nicht selten eine Spielweise der Bordellisierung der Jugendkultur. In den Schulen werden vor allem deutsche Unterschichtenkinder und – jugendliche mit den Migrantenjugendlichen zusammengebracht und dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Orientierung an falschen (materiellen, etc.) Werten anstatt der moralischen Orientierung. Ohne die notwendigen moralischen Abwehrkräfte kommt es hier zu vielen menschlichen Lebenslaufkatastrophen schon im Jugendlichenalter vor allem bei jungen Mädchen aus ärmeren Elternhäusern.

Und ohne die Immigrationspolitik der Regierung gäbe es viele Gefahren gar nicht.

Man kann also begrifflich folgende Reihenfolge unterscheiden:

Kind vs. Kinder/Jugendliche/Erwachsene – Gewalt

Jugendliche/Jugendlicher vs Jugendliche/Erwachsene – Gewalt oder Missbrauch

Erwachsene/Erwachsener vs. Erwachsene – Gewalt oder Missbrauch oder Sex

Also: sexuelle Gewalt ist schlimmer als sexueller Missbrauch. Und Sex ist gar nicht schlimm. Wenn er keine Schändung darstellt. Dazu später. Wer sexuelle Gewalt auch als sexuellen Missbrauch bezeichnet, macht sich (womöglich?) einer Verharmlosung schuldig. Allerdings kann sexueller Missbrauch auch von unterschiedlicher Schwere sein. Eine begriffliche Unterscheidung ist aber notwendig.

Wenn man positiv („ja“) und negativ(„nein“) gegeneinanderstellt, bietet sich vielleicht folgende Ordnung an:

A. Die Seite des „Neins“

1. Sexuelle Gewalt (es fehlen auf Opfer-Seite die Mittel der eigenen Gewalt, die Tat zu verhindern, sonst würde sie verhindert werden)

2. Sexueller Missbrauch(es fehlen auf Opfer-Seite die Mittel der eigenen Gebote, die Tat zu verhindern, sonst würde sie verhindert werden)

——- zwischen A.2. und A.3. liegt die Grenze des Justiziellen; also A.1. und A.2. müssen von der „Welt“ bestraft werden ————————————————————————————————–

3. Das Körperliche gewinnt gegen die Bedenken der Seele (es fehlen auf Opfer-Seite die Mittel der eigenen Gefühle)

B. Weder „Nein“ noch „Ja“(Seele und Körper handeln nicht mehr gegeneinander, aber auch noch nicht miteinander)

es sind gerade genug Gefühle vorhanden, um sich nicht selbst schaden zu müssen; aber nicht mehr; es handelt sich hierbei um eine wichtige Zone des Gleichstandes, der Indifferenz; hier können wohl trotzdem 3 Positionen unterschieden werden

C. Die Seite des „Jas“(Seele und Körper handeln gemeinsam und nicht gegeneinander)

  1. Sex aufgrund von eindeutiger gegenseitiger körperlicher Zuneigung (zwischen C.1. und C.2. liegt ebenfalls eine Grenze; C.2. und C.3. auf der Seite des „Ja“ dürfen von dem „Selbst“ belohnt werden)
  2. Sex aufgrund von gegenseitigen leidenschaftlichen Gefühlen
  3. Sex aufgrund von gegenseitiger inniger Liebe

C.3. ist das Optimale. A.1. ist das Schlimmste, was einer/einem ansonsten körperlich Unversehrten geschehen kann. Nun ist zu bestimmen, ob A. schon die Seite der „Schande“ ist, B. schon die Indifferenzzone der „Sünde“ und C. schon die Seite des „Sinns“. Damit (vielleicht nicht erst dadurch) spielt das Bewusstsein, die Einheit der Differenz eine Rolle.

3. Die Geschlechter der Erde

Bisher spielte nur das Geschlechterdual männlich/weiblich ein Rolle.Schon mit dem letzten Punkt und dem Hineinspielen des Politikfeldes der Migration gewinnt eine andere Bedeutungsausprägung von „Geschlecht“ an Interesse. Es gibt die Geschlechter der Erde, also die differenten Kulturen und Völker dieser Erde. In diesen Kulturen und Völkern wiederum gibt es Dynastien, Adelsgeschlechter, Patriziergeschlechter, Bürgergeschlechter. Dynastien gibt bzw. gab es überall. Bürgergeschlechter wohl eher nur in Europa (und vielleicht in Amerika?). Darüber mehr aber unter dem nächsten Punkt. Es gibt diese Geschlechter der Erde nur, wenn es in ihrer Geschichte eine natürliche Enwicklung in eine bestimmte Richtung gibt. Wenn es die nicht gibt, handelt es sich nicht um ein Geschlecht der Erde. Dafür braucht es eine Ethnie oder einen ursprünglichen oder geformten ethnischen Zusammenhang als Träger der Entwicklung.

Anhand des Achsenkreises kann man auseinanderhalten: Gott als das eine Geschlecht, das sich selbst genug ist(das Ausgangsdreieck), Mann und Weib als die beiden aufeinanderbezogenen Geschlechter(der Mann als die Seite der dynamischen Dreifaltigkeit und das Weib als die Seite der statischen Dreieinigkeit), deren abstrakte Einheit wiederum Gott ist, und die Form der Ausbreitung in die drei Richtungen, deren abstrakte Gestalt wiederum Gott ist(Vater, Sohn und Heiliger Geist) und deren abstrakt-konkrete Einheiten die Geschlechter Mann und Weib sind. Gott als das abstrakte Geschlecht der guten Welt, Mann und Weib als die abstrakt-konkreten Geschlechter des guten Wertes/der guten Werte sowie die konkreten Geschlechter der guten Werke. Eine analoge Dreierstaffelung muss es bezüglich des Bewusstseins und des Lebens, wiederum der Werte und des Sinns geben. Gott wäre demnach das absolute Bewusstsein des hohen Lebens und Mann und Weib wären die absolut-relativen Bewusstseine des hohen Wertes/der hohen Werte. Desweiteren gibt es noch die relativen Bewussteine der hohen Sinne.

Durch die Dreiecks-Umschreibung des Ausgangsdreiecks und die Umschreibung dieser Umschreibung, usw. kommt man immer weiter hinaus. Dadurch werden die Richtungen weiter entfaltet. Es gibt eindeutige Entwicklungen in bestimmte Richtungen. Jede Kultur geht ihren eigenen bestimmten Weg. Und trotzdem sind sie durch den Ursprung, Zwischenkulturen oder Grenzen miteinander verbunden – wie auch voneinander getrennt. Insgesamt bilden sie im Achsenkreis einen ultrastabilen Zusammenhang mit einer gemeinsamen Dynamik. Sie bilden eine dynamische Einheit.

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4. Geschlechter der Völker

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5. Geschlechter des Landes

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6. Geschlechter des Staates

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(wird später fortgesetzt und stark überarbeitet)