Fuselduden

Trank des Mittagsreisenden

Eine Quälerei am Anfang des Tages,

ein Entkommen zu zweit.

Der Regen fällt an mir vorbei;

ich frage mich nur: wohin?

Sie trinken in anderen Räumen.

Irgendwie bin ich in die unterste Kaste geraten

und ich bin dort allein.

Ich will alleine sein.

Ich muss alleine sein.

Der Frieden im Verlust

und alles dreht sich.

Ich sehe kein Weiterkommen.

Hier war ich zuletzt.

Alles zu Ende,

ein überwältigender Anfang,

alles zu Ende.

Ich stehe hier und weiß genau,

dass ich es nicht war,

der mich hierher gebracht hat.

Doch wer war es?

Die Alten und ihr Vergessen seien verflucht! 

So werden sie endgültig belohnt.

Das Datum erinnert mich daran,

dass irgendetwas passiert,

dass irgendetwas passieren muss.

(vom 3.4.1989)

(die nächste mini-prosaische Lyrik vom 24.5.1989)

Siegermächtige Vertretende verteilen Ratio

In verdammte Regionen vordringen,

einsilbige Lieder singen,

lodernde Flammen vernichten euren Lebensraum

und ihr Lachen ist Unrat –

in Gottes Seele geschüttet. 

Dieser Fanatismus ist der einzige Weg zur Gerechtigkeit.

Schließt euch an!

Ein Traum, zu zerstören die Ewigkeit.

Nochmals ein Traum, noch mehr Vergiftung.

Nur Abfall.

Wer segelt über die Müllberge?

Wer verzeiht den Trauernden? 

Mob, ich erwarte deine Gerechtigkeit.

Das Ziel ist sonnenklar,

bleich dagegen dein widerstrebender Geist.

Zum Glück gibt es keinen Weg mehr.

Die Wunder der Barbarensitte

Feuerzahn bindet an sich dich.

Uns verbindet das gleiche Los.

Wie die Zeit,

das Wasser der Wolken fällt herab,

segnet die Wasser.

Heilige auf Zeit.

Die Stimme der Erde,

ein Gezeitenstrom ist der Norden.

Mit der Insel verwachsen,

in den Fängen der Stadt.

Die Vorstädte holen mich ein.

Kinder lassen sich vorlesen aus meiner Zukunft.

Der Wind, das stille Kind.

Der Brand, wann wird die Zeit gestillt sein,

die Rache eines Gottes!

Du hältst die Zeit auf.

Verlass dich drauf,

du vergessener Neandertaler!

Deine Stimme zittert.

Brand, Sessel des Knalls.

(vom 27.11.1988)